Motorradführerschein A2: Kosten A2 Führerschein & mehr
Von: Khoi Doan
18.10.2018

Motorradführerschein A2: Kosten A2 Führerschein & mehr

Der A2 Führerschein ruft: Du hast genug von Roller, Mofa und Leichtkraftrad? Dann nichts wie los zur Fahrschule. Wenn du das 18. Lebensjahr vollendet hast, kann es auch schon losgehen! Alle wichtigen Infos zur A2 Führerscheinklasse und weiteren Klassen hat dir der Kennzeichen King höchstpersönlich in diesem Artikel zusammengefasst. Komm in den Genuss der königlichen Expertise, auch abseits von Nummernschildern, Wunschkennzeichen und Co.

Das Wichtigste rund um den Motorradführerschein A2 auf einen Blick:
  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Zweiräder mit Motorleistung von maximal 35 Kilowatt (kW)
  • Hubraum unerheblich, Leistungsableitung von Relevanz
  • Verhältnis Leistung-Gewicht: höchstens 0,2 kW/kg
  • AM und A1 automatisch eingeschlossen
  • Upgrade auf A nur mit Prüfung möglich (Stufenführerschein)
  • Ansonsten theoretische und praktische Prüfung notwendig

Übersicht:

Führerschein A2: Regelung und Wissenswertes

Kosten: Motorradführerschein A2 ist gar nicht so teuer

Führerschein Klasse M: Gleich inklusive?

Führerschein A2: Regelung und Wissenswertes

Alle wesentlichen Informationen rund um den Führerschein der Klasse A konntest du bereits im Blogbeitrag Motorradführerschein nachlesen. In diesem Blogpost dreht sich alles um den A2 Führerschein – das ist genau die Führerscheinstufe vor dem unbegrenzten Zweiradführerschein.

Diese Kriterien müssen A2 Motorräder erfüllen

Wie du dir wahrscheinlich denken kannst, ist der A2-Schein mit einigen Bedingungen bzw. Besonderheiten verbunden. So kannst du damit nicht jedes Motorrad steuern, sondern nur ausgewählte Zweiräder, die bestimmte Kriterien erfüllen:

· Motorleistung: nicht mehr als 35 Kilowatt

· Leistungsableitung: Kraftrad darf max. 70 Kilowatt haben

· Verhältnis von Gewicht und Leistung: max. 0,2 kW/kg

Du siehst schon, dass diese Bedingungen nicht ganz ohne sind. Dass die Leistung des Motors 35 Kilowatt – was im Übrigen etwa 48 PS entspricht – nicht überschreiten darf, ist klar. Doch was hat es mit der Leistungsableitung zu tun?

Beispiel:

Tom will den A2-Führerschein machen. Er plant, nach zwei Jahren auf die uneingeschränkte Motorradfahrerlaubnis upzugraden. Deshalb will er sich gleich ein ordentliches Motorrad kaufen. Er zieht die Suzuki GSX-R 1000 in Erwägung. Wenn er dieses Modell auf 35 Kilowatt drosseln lässt, könnte er sie jetzt schon fahren, oder? Nein, denn: Da die Supersportlerin ungedrosselt 136 Kilowatt (185 PS) hat und somit die geforderten 70 kW überschreitet, entspricht sie nicht den gesetzlichen Vorgaben. Das Ganze wäre dann Fahren ohne Fahrerlaubnis, was eine Straftat und kein Kavaliersdelikt ist.

Von dieser Regelung gibt es jedoch eine Ausnahme: Wenn du die A2-Fahrerlaubnis zwischen dem 19.01.2013 und 27.12.2016 erworben hast, ist die 70-kW-Regel hinfällig. Zusätzlich zu den genannten Bedingungen muss beim Motorrad auch das Zusammenspiel von Leistung und Fahrzeuggewicht stimmen. Pro Kilogramm Motorradgewicht dürfen nur 0,2 Kilowatt Motorleistung zur Verfügung stehen.

Weitere Voraussetzungen zur Führerscheinklasse A2

Mit dieser Motorrad Führerscheinklasse sind zudem weitere Voraussetzungen verbunden. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Das heißt: Du kannst mit dem Zweiradführerschein frühestens ein halbes Jahr nach deinem 17. Geburtstag anfangen.

Wenn du bereits den 125ccm-Führerschein für Motorräder hast, darfst du dich über eine besondere Annehmlichkeit freuen: Die Motorradführerscheine sind mittlerweile als sogenannte Stufenführerscheine ausgelegt. Das bedeutet, dass du immer stufenweise die nächste Klasse erklimmen kannst: A1 > A2 > A.

Der Vorteil dabei: Du sparst dir jede Menge Zeit und auch Geld. Um die nächste Stufe der Führerscheinklassen erteilt zu bekommen, musst du lediglich eine praktische Prüfung absolvieren. Gebühren für Fahrstunden und die regelmäßigen Besuche in der Fahrschule zum Theorieunterricht kannst du dir also schenken.

Kosten: Motorradführerschein A2 ist gar nicht so teuer?

Wenn du dich für die stufenweise Variante entscheidest, musst du einmalig den Zweiradführerschein bezahlen und dann jeweils nur noch die Prüfung absolvieren und für diese Kosten aufkommen. Alle, die die A2-Fahrerlaubnis aber direkt machen wollen, müssen mit gesonderten Gebühren und Kosten rechnen, die dir der Kennzeichen King hier noch einmal genau vorstellt. Generell gilt: Ein einheitlicher Preis lässt sich nicht festlegen. Du musst mit 1.000 bis 1.400 € rechnen.

Allgemeine Führerscheinkosten

Bevor man den Antrag auf die Erteilung des Führerscheins stellen kann, braucht man zwei wichtige Dokumente bzw. Nachweise. So musst du zum einen beim Optiker oder beim Augenarzt einen Sehtest machen. Ebenfalls erforderlich ist ein Erste-Hilfe-Kurs. Für beide Dinge solltest du etwa mit 30 bis 40 € rechnen.

Auch Verwaltungsgebühren kommen auf dich zu: Du musst bei der Antragstellung schon Verwaltungskosten einrechnen und auch die konkrete Ausstellung des Führerscheins kostet bares Geld. Je nach Bundesland und Region bzw. Stadtverwaltung kommen hier nochmals 50 bis 70 € auf dich zu.

Viele Fahrschulen haben zwar Schutzkleidung zum Ausleihen, was du aber definitiv selbst besitzen solltest, ist ein gut passender Motorradhelm. Auch hierfür solltest du ein Budget einplanen. Es gibt günstige Helme ab 70 € bis High-end-Modelle, deren Preis nach oben hin kein Limit hat. Da es um deine Sicherheit und deine Gesundheit geht, solltest du hier nicht an der falschen Stelle sparen.

Fahrschulkosten

Natürlich muss das Fahren auch irgendwo gelernt werden. Was du in der Fahrschule bezahlen musst, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

· Region bzw. Preisniveau deiner Stadt/deines Landkreises

· Deine Fahrkünste

· Individuelle Preisgestaltung der Führerscheinvorbereitung

Je nach Lebenshaltungskosten deiner Umgebung musst du mit höheren oder eben geringeren Kosten rechnen. Vergleiche unbedingt auch die Preise der einzelnen Fahrschulen, die mitunter variieren können. Bedanke aber, dass du dich auch gut mit deinem Fahrlehrer verstehen solltest – der eine oder andere Euro mehr sind gerechtfertigt, wenn du dich bei dem jeweiligen Fahrschullehrer wohlfühlst.

Der Führerscheinpreis hängt auch von deinen Skills ab. Die einen benötigen mehr Fahrpraxis, die anderen weniger. Das ist völlig in Ordnung, denn schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die einzelnen Fahrstunden gliedern sich in Übungs- und Stadtfahrten sowie folgende Sonderfahrten:

· Autobahnfahrten

· Überlandfahrten

· Nachtfahrten

Es gibt übrigens eine Mindestanzahl an Stunden, die immer abgeleistet werden muss: Das sind – sofern du keine andere Fahrerlaubnis hast – 12 Sonderfahrten.

Führerschein Klasse M: Gleich inklusive?

Kurz und Knapp: Jap! Das Gute am A2-Führerschein ist die Tatsache, dass du flexibel bist. Du darfst mit dieser speziellen Fahrerlaubnis auch Fahrzeuge anderer Klassen fahren. So sind A1 und M direkt eingeschlossen.

Diese Fahrzeuge darfst du mit der A2-Fahrerlaubnis also fahren:

· Mofas und Mokicks

· Leichtkrafträder bis 125 ccm

· Dreirädrige Krafträder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h

· Vierrädrige Krafträder mit gleicher Höchstgeschwindigkeit

Es gibt übrigens noch eine Ausnahme, die du kennen solltest bzw. über die du Bescheid wissen solltest. Bevor im Jahr 2013 die Führerscheinklassen geändert wurden, hieß das Ganze A beschränkt. Wie bei der ganz alten Motorradfahrerlaubnis war dabei keine Prüfung notwendig, um völlig ungedrosselte Maschinen fahren zu dürfen. Da bedeutet: Jeder, der seinen A-Führerschein vor dem 19.01.2013 erworben hat, darf nach zwei Jahren Fahrzeit automatisch upgraden – und zwar ohne weitere Praxisprüfung.


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